Hinweise an den geneigten Leser

Bald haben die Präliminarien ein Ende. Bevor ich aber endlich richtig loslege, gebe ich dem geneigten Leser noch kurz einige Hinweise zum Charakter dieses Blogs. Damit sich nachher keiner beschwert.

Ich jammere nicht

Dass Lehrer mehr jammern als andere Berufstätige ist wohl ohnehin nur eine Legende. Ich werden dieses Blog aber in keinem Fall im Modus des Jammerns oder des Selbstmitleids schreiben. Mein Ziel ist es, die Missstände zu analysieren, die in unserem Schulsystem Bildung verhindern. Damit will ich einen Beitrag zu einer öffentlichen Diskussion leisten, an deren Ende sich vielleicht etwas ändert.

Ich erzähle keine lustigen Geschichten

Es geht in diesem Blog nicht darum, charmante Anekdoten aus dem Lehrer-Alltag zu erzählen. Wenn ich meine persönlichen Erfahrungen schildere, dann immer, um daran exemplarisch Bildungslücken im Schulsystem aufzuzeigen.

Ich bin nicht objektiv

Ich bemühe mich in meinen Texten Probleme anzusprechen, die das Schulsystem insgesamt betreffen. Das tue ich aber natürlich aus meiner Perspektive, die sehr eingeschränkt ist. Die Bedingungen, unter denen ich arbeite, sind alles andere als repräsentativ. Ich arbeite an einem Gymnasium in einer Kleinstadt. Ich unterrichte mit Physik und Philosophie zwei Nebenfächer. Deshalb kann ich keine objektiven Beiträge schreiben – nicht weil ich es nicht will, sondern weil ich es nicht kann.

Ich bin kein Wissenschaftler

Meinen Beiträgen fußen nicht auf einer kohärenten, systematischen Grundlage. Wenn ich von Bildung spreche, kann auch ich keine genaue Definition angeben. Wenn ich mich mit Lernen beschäftige, steht dahinter keine ausbuchstabierte Theorie. Und leider fehlt mir auch die Zeit, sämtlichen wissenschaftlichen und journalistischen Diskursen zu folgen. Wenn ich bestimmte Dinge kritisiere, dann immer aus meiner praktischen Erfahrung heraus und auf Basis meines begrenzten theoretischen Wissens. Mir ist bewusst, dass die Kritik damit nur begrenzt belastbar ist. Ich bin daher offen für Ergänzungen und Richtigstellungen.

Ich bin nicht im Mittelpunkt

Dieses Blog dient nicht zur Selbstdarstellung. Es geht mir nicht darum MICH und MEINE Perspektive einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Untertitel „Warum ICH kein guter Lehrer bin“ ist vorläufig. Ich würde mir wünschen, dass dieser Blog von mehr Bildungs-Praktikern bestückt wird, die Bildungslücken aufzeigen. Daher jetzt schon mal Aufruf: Wer Interesse hat, auch Bildungslücken zu analysieren, ist herzlich eingeladen mich zu kontaktieren.

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